Von Josef Gabriel Rheinberger Bearbeitung für großes Blasorchester
Kategorie: Bearbeitungen für Blasorchester
Josef Gabriel Rheinberger (1839 Vaduz, Lichtenstein – 1901 München, Deutschland) war ein spätromantischer Komponist, Organist und Musikpädagoge. Bereits mit zwölf Jahren kam er zur musikalischen Ausbildung nach München. Dort wirkte er später als Professor für Orgel und Komposition bis zu seinem Tode.
Von seinen zahlreichen Kompositionen aller Gattungen wurde das „Abendlied“ am populärsten. Diese Motette für gemischten Chor zu sechs Stimmen ist Teil der „Drei geistlichen Gesänge“ op. 69,3. Die erste Fassung dieses tiefsinnigen Chorwerkes schrieb Josef Gabriel Rheinberger bereits als Fünfzehnjähriger und zwar am 9. März 1855. Der Text entspricht Lk 24,29 Lut und lautet: „Bleib bei uns, denn es will Abend werden, und der Tag hat sich geneiget“.
Die hier vorliegende Fassung für großes Blasorchester von Gottfried Veit entspricht vollkommen dem Original. Um diese allseits beliebte Komposition etwas konzertanter zu gestalten, wurde sie von einem achttaktigen Vorspiel und einem ebenso langen Nachspiel eingerahmt. Damit die Sechsstimmigkeit sowohl in den weitmensurierten- als auch in den engmensurierten Blechblasinstrumenten gewährleistet ist, wurde der Flügelhorn-Satz dreistimmig angelegt. Durch diese kleine Besonderheit bekommt das klangliche Gesamtbild eine unüberhörbare Homogenität.
Diese Orchestrierung eignet sich auch besonders gut als Begleitung von sogenannten „Massenchören“ bei Großveranstaltungen.